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Wettsteuer & Sportwettenlizenz 2022 in Deutschland

Der deutsche Sportwettenmarkt versucht sich seit über einem Jahrzehnt neu zu erfinden. Das Glücksspielgesetz in Deutschland ist längst nicht mehr zeitgemäß und das Gesetz klafft mit vielen Lücken.

Die logische Konsequenz ist die Weiterführung der Reform in Bezug auf die Sportwetten, die mit der Einführung der Wettsteuer seit Juli 2012 seinen Anfang nahm und mit der Vergabe einer deutschen Sportwettenlizenz verbessert werden soll.

Warum eine Reform des GlüStV dringend nötig war

Schon im Jahr 2008 unternahm Deutschland einen ersten Versuch, um Sportwetten im GlüStV neu zu definieren, vergeblich, denn die überarbeitete Version kam einem Monopol gleich und wurde kurzerhand von der EU gekippt.

Im Jahr 2012 erweiterte Deutschland den Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) erneut um einige fragwürdige Zusätze, um damit den Wünschen der EU für einen liberalen und offenen Markt für Wettanbieter aus dem EU-Ausland besser zu entsprechen. 

Eine EU-konforme Lösung muss her

Eine EU-konforme Lösung sollte mit 20 Lizenzen für ausgesuchte Wettanbieter geschaffen werden, was den deutschen Wettmarkt zum einen öffnen aber gleichzeitig auf die vordefinierte Anzahl eingrenzen sollte.

Nur drei Jahre später wurden die Änderungen für verfassungswidrig erklärt, was jedoch für die Sportwettenanbieter mit Ambitionen am deutschen Markt blieb, ist die 2012 eingeführte Wettsteuer, die seitdem jeder Buchmacher für seine deutschen Wettkunden abführen muss. 

Deutsche Wettlizenz - Was lange währt, währt gut

Weitere fünf Jahre dauerte es, bis die Bundesregierung einem neuen Vorschlag nachging, der nun, wie es scheint, tatsächlich vor der Vollendung steht. Wie genau die neue Wettlizenz für Deutschland aussieht, was sie für Konsequenzen für Sportwetten-Liebhaber hat, und was die Bewerber für Richtlinien einzuhalten haben, werden wir Ihnen in diesem Artikel genauer vorstellen.

Zudem werden wir Sie auf den neuesten Stand bringen, welche Wettanbieter die Vorgaben für den Neustart bereits erfüllen, und welche Wettangebote seit Sommer 2021 mit einer deutschen Lizenz werben dürfen.  

Die wichtigsten Fakten zur Wettsteuer in Deutschland

Im Jahr 2011 beschloss die Bundesregierung für den geltenden Glücksspielstaatsvertrag die Abgabe einer Wettsteuer für Sportwetten in Deutschland. 

Was im Dezember 2011 dem deutschen Rennwett- und Lotteriegesetz von 1921 hinzugefügt und festgelegt wurde, setzten die deutschen Gesetzeshüter am 1. Juli 2012 in die Tat um. 

Seitdem ist jeder Online-Wettanbieter mit operativen Wettgeschäft in Deutschland dazu verpflichtet, eine 5% Wettsteuer für seine deutschen Sportkunden an das Finanzamt abzuführen. 

UPDATE: Mit dem neuen Glückspielstaatsvertrag, der seit dem 01.07.2021 in Kraft getreten ist, wurde die Wettsteuer auf 5,3% erhöht. Die Abgabe der angepassten Gebühr an den deutschen Fiskus gilt fortan zudem nicht nur für Sportwetten, sondern auch für Automatenspiel und Online-Poker.

Wissenswertes über die Einführung der Wettsteuer in Deutschland

Wettanbieter im In- und Ausland sind in Deutschland dazu verpflichtet, 5% Wettsteuer an die deutschen Fiskus abzugeben. Seit dem 01. Juli 2021 wurde die Wettsteuer auf Beschluss um 0,3% erhöht, womit die Steuerabgabe für Sportwetten nunmehr 5,3% beträgt. Zugleich wurde im neuen GlüStV von 2021 vereinbart, dass ab diesem Datum auch Automatenspiel und Online-Poker mit 5,3% besteuert werden.

Dem Staat ging es bei der 2012 eingeführten Maßnahme aber nicht ausschließlich darum, an Sportwetten mitzuverdienen und eine weitere Einnahmequelle von Steuergeldern zu schaffen, sondern vielmehr als Vorbereitung für ein reguliertes Angebot lizenzierter Unternehmen.

Die erhobene Wettsteuer sollte gleichzeitig den Effekt mit sich bringen, dass sich unseriöse Online-Wettanbieter vom deutschen Markt zurückziehen.

Zugleich sollte die Einführung der Wettsteuer auch dem Spielerschutz dienen, um die Attraktivität von Sportwetten durch den Abzug einer Wettsteuer zu mindern. 

Bisher blieb der erhoffte Rücklauf aber aus, im Gegenteil, Sportwetten sind in Deutschland heutzutage so populär wie noch nie, was auch an der Fülle von Bonusangeboten für den deutschen Wettmarkt erkennbar ist. 

Welche Modelle der Wettsteuer gibt es? 

Die Abgabe der Wettsteuer ist für Sportwettenanbieter mit Bezug zu Deutschland verpflichtend. Wie die Steuerabgabe von den Wettbüros realisiert wird, ist dem Staat und dem Finanzamt grundsätzlich egal.

Über die Jahre hinweg haben sich drei Modelle etabliert, die von den Buchmachern unterschiedlich gehandhabt werden. 

Die folgenden Abgabemodelle werden von Buchmachern in der Praxis angewandt:

  1. Die 5% Wettgebühr wird vom Gewinn einer Wette abgezogen (gängigste Methode). Für verlorengegangene Wettscheine übernimmt der Buchmacher die Steuer.
  2. Die Wettsteuer wird direkt bei Abgabe einer Wette abgezogen. Bei diesem Modell überträgt der Wettanbieter die Sportwetten Steuer immer auf den Kunden.
  3. Die Wettsteuer wird vom Wettanbieter komplett getragen und nicht an den Kunden übergeben. Kunden können bei diesen Buchmachern Wetten ohne Gebühr abschließen. Sämtliche Tippscheine sind also steuerfrei.

Wie gehen die meisten Wettanbieter mit der Wettsteuer um?

Der Umgang mit der Wettsteuer wird von Wettanbietern auf unterschiedliche Art und Weise angegangen. In der Regel kombinieren die Buchmacher die oben genannten Abgabemodelle miteinander.

Zum Beispiel locken Anbieter mit Aktionen wie steuerfreien Kombiwetten oder haben einen Wochentag eingeführt, an dem alle Wetten ohne Abzug der Steuer berechnet werden.

Aus Nutzersicht sollten Sie unbedingt Ihren Blick schärfen, wie die Wettsteuer sich auf das angebotene Quotenniveau eines Wettanbieters auswirkt.

Während einige Quoten nach Abzug der 5% Pflichtabgabe (Seit 01.07.2021 sind es sogar 5,3%) gar nicht mehr attraktiv erscheinen werden, hält vielleicht der eine oder andere Buchmacher eine Aktion bereit, mit dessen Hilfe sich die verringerte Quote abfangen lässt. Mit diesem simplen Tricks lässt sich die Wettsteuer umgehen.

Wettanbieter ohne Steuer meist mit schwächeren Quoten

Gleichzeitig sind Wettanbieter ohne Wettsteuer, die gebührenfreie Wetten anbieten, nicht zwangsläufig die lukrativsten Buchmacher. Der Abzug der fünf Prozent Wettsteuer spiegelt sich bei Anbietern wie Tipico oft in einer geringeren Quote nieder, was sich spätestens beim Gewinn einer Wette bemerkbar macht.

Grundsätzlich wird von vielen Anbietern das erste Steuer Modell bevorzugt, welches die Sportwetten Gebühr nur von gewonnenen Wettscheinen abzieht und der Buchmacher selbst für die Kosten von verlorenen Tippscheinen aufkommt. Diese Abrechnungsweise ist nicht nur die gängigste Methode, sondern gleichzeitig die fairste Lösung, wie wir von Oddspedia finden.

Gibt es alternative Wettanbieter ohne Wettsteuer?

Die Abgabe der 5% Wettsteuer ist seit 2012 im deutschen Glücksspielvertrag festgelegt, somit ist jeder Sportwettenanbieter mit deutschem Kundenstamm dazu verpflichtet, die Gebühr an den deutschen Staat zu entrichten. Wettanbieter ohne Wettsteuer gibt es hierzulande demnach nicht.

Mit dem Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrag am 01.07.2021 wurde die Wettsteuer auf 5,3% erhöht.  

Einige Wettanbieter werben in Deutschland dennoch mit steuerfreien Sportwetten, was grundsätzlich kein Problem ist, sofern die Wettbüros ihrer Steuerschuld an das Finanzamt nachkommen.

Bet3000 und Tipico werben mit steuerfreien Wetten

Beispielsweise werben Bet3000 und Tipico mit steuerfreien Wetten, jedoch sind auch diese Unternehmen an das hierzulande geltende Glücksspielgesetz gebunden und müssen genauso Steuern bezahlen wie alle anderen Wettanbieter. 

Die Wettsteuer zu umgehen, um 5 Prozent bzw. seit dem 01. Juli 2021 5,3 Prozent der Einnahmen zu sparen und so mehr Gewinn zu erzielen, ist nicht möglich.

Wettanbieter mit ausländischer Lizenz locken mit steuerfreien Wetten

In Ausnahmefällen gibt es Online-Buchmacher, die mit einer ausländischen Lizenz (außerhalb der EU) arbeiten. Meist sind diese Lizenzen in der Karibik ausgestellt.

Die Glücksspiellizenzen dieser Anbieter sind zwar gültig und folgen oftmals ebenso strengen Richtlinien, jedoch sind derartige Wettangebote eher mit Vorsicht zu genießen, da die Nutzung dieser Angebote nicht dem EU-Recht unterstehen und deshalb einen geringeren Rechts- sowie Spielerschutz bieten. Verlockend sind die Angebote aber dennoch, da diese Anbieter im der Regel Sportwetten ohne Wettgebühren anbieten.

Das Positive an der Wettsteuer in Deutschland

So Widersprüchlich und absurd es auch klingen mag, hat die Einführung der Wettsteuer auch positive Eigenschaften mit sich gebracht und dient nicht allein als lukrative Einnahmequelle für den Staat. 

Früher wurden Sportwetten von der Politik sehr kritisch gesehen, besonders im Bezug auf den herrschenden Schwarzmarkt der Branche und dem damit einhergehenden Spielerschutz.

Die seit 2012 eingeführte Wettsteuer hatte auf den Sportwettensektor zunächst eine einschüchternde Wirkung, was sogar alteingesessene Wettanbieter für eine Weile vom Markt verschwinden ließ.

Inzwischen scheinen die Maßnahmen mehr und mehr Früchte zu tragen. Der Wettmarkt in Deutschland wurde aufgrund der vorherrschenden Politik stark ausgedünnt, was vielen Sportfans und der Gesellschaft jetzt entgegen kommt.

Zwar müssen Sportwetter auf 5% ihrer Gewinne verzichten (ab dem 01.07.21 sogar auf 5,3%), dafür gibt es jedoch deutlich weniger unseriöse Buchmacher. 

Nutzen Sie das Wettangebot eines lizenzierten Buchmachers, sind zudem sämtliche Einlagen gesichert und Sie genießen den vollen Schutz deutscher sowie europäischer Gesetzgebung, was Sportwetten im Umkehrschluss zu einem sicheren Vergnügen für alle in der Gesellschaft macht. 

Bleibt die Wettsteuer in Deutschland bestehen?

Damit ein Buchmacher in Deutschland lizenziert Wetten anbieten darf, muss das Unternehmen den Vorschriften des deutschen Glücksspielgesetzes Folge leisten. Die Einführung der Wettsteuer gehört seit 2012 zu den einschneidenden Maßnahmen des GlüStV und muss seither von allen Online-Wettanbietern abgeführt werden. Wettanbieter ohne Steuer verstoßen somit gegen die Reform.

Der Anforderungskatalog für die neue Wettlizenz in Deutschland beinhaltet natürlich noch weitere Richtlinien, die es im Einzelnen zu befolgen gilt. Um das Bewerbungsverfahren für eine deutsche Sportwetten Lizenz beim Regierungspräsidium Darmstadt aufzunehmen, ist die Implementierung der Pflichtabgabe auf jeder Wettoberfläche eines Anbieters fester Bestandteil.

Welche Buchmacher ab dem Stichtag am 01. Juli 2021 letztlich mit einer deutschen Sportwettenlizenz auftrumpfen können, wird sich zeigen. Klar ist jedoch, dass die Wettsteuer von allen Wettanbietern in Deutschland über dieses Datum hinaus bezahlt werden muss. 

Wichtige Änderung: Im Juni 2021 beschloss die Bundesregierung die Wettsteuer im neuen Glücksspielstaatsvertrag für sämtliche Spielangebote anzupassen. Seit dem 01. Juli 2021 wird für Sportwetten, Automatenspiel (Slots) und Online-Poker eine Steuer von 5,3% erhoben.  

Muss ich Steuern auf meine Wettgewinne zahlen?

Sämtliche Wettgewinne sind von der Steuer befreit, es sei denn, Sie wetten professionell und betreiben Ihre Wettleidenschaft hauptberuflich. Erwirtschaftete Profite aus Sportwetten sind vom Otto Normalverbraucher ansonsten nicht beim deutschen Finanzamt vorzulegen. Sie können also über alle Gewinn-Einnahmen frei verfügen. 

Außerdem bezahlen Sie die fünf Prozent Wettsteuer im Regelfall bei den Buchmachern, egal ob die Steuer vom Einsatz abgezogen wird oder Sie die Steuer indirekt zahlen, indem der Wettanbieter die Gebühren übernimmt.

Gilt die Wettsteuer nur für Deutschland?

Die Wettsteuer ist eine reine Erfindung der deutschen Rechtssprechung und wird demnach nur für Kunden mit Wohnsitz in Deutschland angewandt. Ganz anders sieht es in den deutschsprachigen Nachbarländern Österreich und der Schweiz aus. 

So regelt Österreich und die Schweiz das Thema Steuern und Wettsteuer

In Österreich wird mit dem Thema Sportwetten sehr liberal umgegangen, was auch der Grund dafür ist, dass viele Buchmacher österreichische Wurzeln besitzen und sogar teilweise ihre Hauptgeschäftsstelle in ihrem Heimatland haben. 

Wettfans aus Österreich sind grundsätzlich von einer Steuer für Sportwetten befreit. Etwas strenger ist die Situation bei den Eidgenossen. 

In der Schweiz sind nur Wettanbieter erlaubt mit einem nationalen Hintergrund, sprich der Buchmacher muss seinen Hauptsitz in der Schweiz haben. 

Wettgewinne sind laut geltendem Glücksspielgesetz in der Alpenrepublik bis 1.000 CHF frei, sämtliche Gewinne die darüber erzielt werden, müssen dem Finanzamt entsprechend gemeldet werden. Die anfallende Steuer auf zusätzlich erwirtschaftete Wettgewinne werden am Jahresende gemäß des üblichen Steuersatzes berechnet und erhoben.

Wettanbieter mit deutscher Lizenz

Die folgenden Buchmacher sind im Besitz einer deutschen Sportwettenlizenz

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Sportwettenlizenz in Deutschland

Es tut sich was am deutschen Sportwetten- und Glücksspielmarkt. Das Wettgeschäft in Deutschland wurde zum 01. Juli 2021 reformiert. Die am 15. Oktober 2020 geschaffene Übergangsphase des Glücksspielstaatsvertrages ist vorüber und hat etliche bekannte und neue Sportwettenanbieter der Szene zum Handeln gezwungen, um zukünftig Teil des regulierten Wettanbietermarktes in Deutschland zu sein. 

Was die Reform im Sommer alles mit sich bringt, sowohl für den Sportkunden als auch für den Anbieter, werden wir Ihnen jetzt detailliert mit auf den Weg geben.  

So soll der deutsche Wettmarkt reguliert werden

Bisher gab es viel Hick-Hack rund um den Glücksspielvertrag in Deutschland. Über Jahre gab es keine einheitliche Richtung, die konform mit dem in vielen Bereichen übergeordneten EU-Recht war. Anders als zuvor mit der Idee nur 20 Lizenzen an Sportwetten-Betreiber zu vergeben, sieht die neue Regelung einen offenen Markt vor.

An dem Lizenzierungsverfahren kann jeder interessierte Wettanbieter teilnehmen. Die Bewerbungen für eine deutsche Lizenz müssen beim Regierungspräsidium Darmstadt eingereicht werden, das letztlich über die Vergabe eines gültigen Papiers entscheiden kann.

Um sich erfolgreich in Darmstadt für eine Glücksspiellizenz zu bewerben, müssen die Buchmacher eine Reihe von Auflagen erfüllen, die wir Ihnen im nächsten Abschnitt erläutern wollen.

An welche Auflagen müssen sich die Buchmacher halten, um eine Wettlizenz in Deutschland zu erhalten?

Im deutschen Glücksspielgesetz wurden einige Ungereimtheiten behoben, die es zuvor ermöglichten, Sportwetten und Glücksspielangebote aufgrund geltender EU-Gesetze legal anzubieten. Die Reform des GlüStV, die vom Oktober 2020 bis Juli 2021 als Testphase lief und inzwischen (seit dem 01. Juli 2021) für alle Anbieter gilt, soll nicht nur einen regulierten Sportwettenmarkt, sondern auch klare Richtlinien für das Anbieten von Sportwetten schaffen.

Die einzuhaltenden Vorschriften sind nicht für jeden Anbieter auf die schnelle zu realisieren, weshalb interessierte Unternehmen über ein halbes Jahr Zeit hatten, ihre Systeme anzupassen. Die folgenden Maßnahmen sind bezüglich dem Angebot von Sportwetten in Deutschland zu beachten:

  • Einschränkung der Werbung bezüglich Glücksspiel
  • Anpassung des Einzahlungslimits auf €1.000 im Monat je Spieler
  • Einhaltung strenger Vorgaben zum Spielerschutz & Fairplay bezüglich Quoten
  • Bereitstellung eines “Panik Buttons”
  • Einschränkung von Live- und Ereigniswetten
  • Zulassung der zentralen Überwachung des Spielverhaltens
  • Abgabe von 5,3% Wettsteuer an den Fiskus

Zentralisierte Speicherung der Daten und Überwachung des Spielverhaltens

Mithilfe einer bundesweiten Sperrdatei sollen ab dem 01. Juli 2021 suchtgefährdete und auffällige Spieler besser geschützt werden. Dies geht natürlich nur im Einklang mit der Weitergabe und zentralen Speicherung sensibler Daten.

Dass das persönliche Spielverhalten bald genauer Überwacht wird, dürfte nicht jedem Bundesbürger gefallen. Die Argumentation der Politik richtet sich bei dieser wahrlich einschneidenden Maßnahme in die Persönlichkeitsrechte auf den Spielerschutz und weniger auf den Gesichtspunkt der Überwachung.

Datenschützer sind dennoch alarmiert was diese kontroverse Änderung angeht, wenngleich von den Entscheidern das Wohl des Spielers in den Vordergrund gestellt wird. 

Bislang boten die Glücksspielanbieter zwar die Möglichkeit an, sich auf der entsprechenden Seite sperren zu lassen, jedoch war es immer möglich, sich direkt beim nächsten Anbieter neu anzumelden, um so die Sperre zu umgehen und weiter zu spielen. Die Einführung einer zentral geführten Sperrdatei soll diesem Vorgehen nun entgegenwirken.

Einschränkung von Live Wetten und Ereigniswetten

Ein verändertes Angebot sieht der neue GlüStV zudem für Live-Wetten und Ereigniswetten vor. Die Wettanbieter sind angehalten, rein auf Glück basierende Wettmärkte aus ihrem Portfolio zu streichen. Welche Wettmöglichkeiten dies genau betreffen wird, steht noch im Raum.

Diskutiert wird über der Wegfall von Tipps wie z.B. Welches Team erhält eine gelbe Karte, Wer bekommt den nächsten Einwurf oder welche Mannschaft hat zuerst Anstoß. 

Beliebte Live-Angebote auf die Wettmärkte Über/Unter, welches Team gewinnt das Spiel, wer schießt das nächste Tor sollen höchstwahrscheinlich weiterhin verfügbar sein. 

Positiv ist für die verbleibenden Wettmärkte in Bezug auf die Quoten anzumerken, dass von allen Buchmachern eine faire Bereitstellung der Quoten gefordert wird, um den Kunden Fairplay zu ermöglichen.

1.000€ Einzahlungslimit pro Monat

Die Reduzierung und Anpassung des Einzahlungslimits ist eine der größten Veränderungen, die der neue Glücksspielvertrag mit sich bringen wird. Bereits seit dem 15. Oktober 2020 gilt, dass jeder Spieler pro Monat nur noch 1.000€ für Sportwetten und Glücksspiel ausgeben darf.

Viele Anbieter haben ihr System für die neue Regelung schon umgestellt, dass neue Kunden direkt bei der Registrierung ein Einzahlungslimit festlegen müssen. 

Sportkunden, die bereits ein bestehendes Wettkonto bei einem der teilnehmenden Anbieter haben, wurden über die Änderungen in den AGBs aufgeklärt, die jeder Kunde noch einmal explizit zu bestätigen hatte.

Innerhalb eines Monats werden alle Einzahlungen zu Sportwetten- und Glücksspielseiten registriert und addiert. Erreicht ein Kunde sein Einzahlungslimit von 1.000€ innerhalb eines Monats, wird dem Kunden ein erneuter Einzahlungsversuch von dem entsprechenden Zahlungsanbieter verwehrt. 

Das 1.000€ Einzahlungslimit kann auf Wunsch des Spielers erhöht werden, wenn der Kunde bereit ist, einen Nachweis zu erbringen, dass er liquide genug ist, um weiter zu spielen.

Bereitstellung eines Panik Buttons 

Der Panik Button ist eine weitere Neuerung, die auf den Seiten der Sportwetten- und Glücksspielanbieter ab sofort zu finden sein muss. Der Panik Knopf soll Spieler vor unüberlegten Kurzschlusshandlungen und emotional getriebenen Aktionen bewahren.

Wird der Panik Knopf auf der Seite eines Anbieters gedrückt, wird eine sofortige Sperre von 24 Stunden aktiviert. Das Spielerkonto ist dann für einen Tag blockiert, was dem Kunden genügend Zeit einräumen soll, um abzukühlen. 

Einschränkung der Werbemöglichkeiten in den Medien

Das offene Marketing für Sportwetten und Glücksspielangebote in den Medien soll mit dem Glücksspielstaatsvertrag massiv eingeschränkt werden. Um die eigene Reichweite zu vergrößern, setzten viele Wettanbieter bislang auf aufwendige TV-Kampagnen mit Werbespots oder platzierten ihr Firmenlogo oder Schriftzug auf Werbebanden, Trikots und Vereinsseiten.

Zukünftig dürfen die Marken nur noch bedingt und im Einklang mit dem GlüStV für sich werben, was das genau bedeutet, werden wir spätestens im Sommer ab dem 01. Juli erfahren. Fakt ist aber, dass schon seit Beginn der Übergangsphase im Oktober 2020 viele Partner von Sport- und Glücksspielseiten dazu aufgefordert wurden, ihren Kooperationspartner nur noch auf bestimmte Art und Weise zu bewerben.

Die Einschränkung der Vermarktung betrifft in erster Linie die Casino-Abteilungen der Anbieter, die ab sofort nicht mehr als Casino-Seiten beworben werden dürfen. Die Spiele sind zum Teil aber weiterhin nutzbar, jedoch sind diese meist in den Kategorien Slots oder Vegas getarnt. 

Wettanbieter mit deutscher Glücksspiellizenz? 

Was seit Jahren etwas schleppend vorangetrieben und von einigen Wettoberflächen auf die lange Bank geschoben wurde, hat inzwischen mehr als 20 Buchmacher zum Umdenken veranlasst.

Die Liste der Bewerber für eine deutschlandweite Wettlizenz wächst stetig. Als Fazit lässt sich daraus erahnen, dass sich die Online-Wettbüros in der EU mit der Regulierung immer mehr anfreunden, auch wenn die Anforderungen zum Teil nicht ganz einfach umzusetzen sind. 

Nachfolgend präsentieren wir Ihnen die Buchmacher, die sich erfolgreich um eine deutsche Glücksspiellizenz bemüht haben (Stand: August 2021):

  • 888 Germany Limited
  • Admiral - Admiral Sportwetten GmbH
  • Bet2day Sportwetten GmbH (stationär)
  • Bet-at-home - Bet-at-home Ltd.
  • Bet3000 - IBA Entertainment Ltd.
  • Bet365 - Hillside Sports ENC
  • Betago - Betago Ltd.
  • Betano - Betkick Sportwettenservice GmbH
  • Betsafe - Betsson Group
  • Betsson - Betsson Group
  • Betway - Betway Ltd.
  • BetVictor - BetVictor Ltd.
  • Bildbet - BetVictor Ltd.
  • Bwin - GVC Holdings plc
  • Cashpoint - Gauselmann Gruppe
  • CasinoWinner - Betsson Group
  • Chilling Cheetah Limited
  • Gamebookers Deutschland - GVC Holdings plc
  • Guts - Betsson Group
  • Interwetten - Interwetten Gaming Ltd.
  • JAXX - Jaxx GmbH
  • Ladbrokes Deutschland - GVC Holdings plc
  • Oddset - Oddset Sportwetten GmbH
  • Onextwo - IBA Entertainment Limited
  • Merkur - Gauselmann Gruppe
  • Neo.bet - Greenvest Betting Ltd.
  • Mybet - RULEO Alpenland GmbH
  • NordicBet - Betsson Group
  • Racebets International Gaming Ltd.
  • Rizk - Betsson Group
  • Schnellwetten - Betsson Group
  • Sportingbet - GVC Holdings plc
  • Sportwetten.de - NetXBetting Ltd.
  • Star Sportwetten GmbH (stationär)
  • Tipico - Tipico Ltd.
  • Tipster - Tipster Ltd.
  • Tiptorro - Torro Tec Ltd.
  • Tipwin - Tipwin Ltd.
  • Trotto - Berliner Trabrenn-Verein e.V.
  • Wettarena - IBC Sportsbetting Ltd.
  • Winamax - Winamax SA
  • Xtip - Cashpoint Malta Limited
  • Xtiphorses - Cashpoint Malta Limited

Wettanbieter ohne deutsche Lizenz

Die folgenden Buchmacher bieten Sportwetten ohne eine deutsche Wettlizenz an

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